
„Geil, einfach geil, dieses Gefühl“: Große Euphorie beim VfL nach dem Sieg in Bremen
Bremen.
Ein kämpferisch und spielerisch überzeugender VfL, dazu Punktverluste bei der Konkurrenz: Die Stimmung war glänzend beim VfL Osnabrück nach dem Schlusspfiff. „Endlich mal wieder eine schöne Auswärtsreise“, sagte Präsident Dirk Rasch erleichtert und schloss Pressesprecherin Yvonne Lehnfeld übermütig in die Arme.
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| Kampf um jeden Ball: Dennis Schmidt im kraftvollen Einsatz gegen die Werder-Abwehr. |
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Foto: Helmut Kemme
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Rundum Zufriedenheit auch beim Trainer? „Mein Team hat heute einfach alles gut gemacht“, sagte Coach Karsten Baumann lächelnd – bevor er mit den Augen zwinkerte. Natürlich hatte der Coach trotz des Sieges Dinge gesehen, die ihm nicht gefielen: „Die Chancenverwertung ist immer noch verbesserungswürdig – die Angst ist immer da, wenn man nur 1:0 führt. Aber das Team hat die Ordnung behalten und sich dagegen gestemmt, deshalb bin ich sehr zufrieden.“
Kompakt sei man aufgetreten, und das schnelle Spiel in die Spitze sei gut gelungen, so der Trainer, der Thomas Reichenberger nicht in den Kader berufen hatte. „Er ist derzeit kein Mann für die Startformation, und er hat nicht überzeugt, als er zuletzt reingekommen ist. Deshalb habe ich mich für den schnelleren, robusteren Kotuljac auf der Bank entschieden – so leid es mir für Thommy tut“, begründete der Coach.
Egal, wer die Tore schießt
Die anhaltende Torflaute bei den Stürmern wollte Baumann aber nicht thematisieren. „Ist doch völlig egal, wer die Tore macht“, so der Trainer. Für Alexander Krük, der mit einem verdeckten, platzierten Flachschuss das goldene Tor markierte, dürfte er sich gefreut haben. „Ich stehe am Sechzehner, sehe, dass der Ball glücklicherweise zu mir kommt, überlege nicht lange und halte mit rechts drauf – Ball geht rein“, so der von Eintracht Frankfurt ausgeliehene Spieler. „Erst vergibt der VfL haufenweise Chancen, und dann trifft Krük mit seinem schwachen Fuß – so kurios ist Fußball manchmal“, kommentierteWerder-Thomas Wolter hinterher kopfschüttelnd.
„Das war ganz wichtig, weil wir zuletzt nicht die richtigen Resultate erzeugt haben“, analysierte Krük die Gesamtlage. „Der Sieg dürfte uns Mut geben, so dass wir mit Euphorie durchstarten können.“ Eine Euphorie, die aus Ricky Pinheiro regelrecht herausbrach: „Geil, einfach geil, ein geiles Gefühl, wieder gewonnen zu haben“, so der Youngster, der nur vom warnenden Zeigefinger von Angelo Barletta ausgebremdst wurde: „Wir dürfen nicht denken, dass es von selber jetzt läuft sondern müssen weiter so spielen. Aber wenn wir das tun, hält uns keiner mehr auf.“
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